Angststörungen (Angst)

Mental health, wellness, support, emotional stress, therapy concept. Communication session of woman

Was sind Angststörungen?

Angst zu verspüren, ist normal und gehört zum Leben dazu. In der Entwicklung des Menschen spielt sie eine überlebenswichtige Rolle: Angst aktiviert bei drohender Gefahr Energiereserven, erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit und bereitet so auf Kampf oder Flucht vor. Auch heute noch schützt uns diese Funktion vor gefährlichen Situationen.

Doch was, wenn dieses Gefühl in alltäglichen, eigentlich ungefährlichen Situationen übertrieben vorkommt? Bei übersteigerten, krankhaften und diffusen Ängsten, die das Leben einschränken oder die normale Entwicklung beeinträchtigen, spricht man von einer Angststörung.

Betroffene vermeiden meist angstauslösende Situationen. Dadurch schränken Sie sich in ihrem Lebensalltag zum Teil massiv ein. Das Vermeidungsverhalten verstärkt zudem die Angst. Durch das grundlegende Katastrophen-Denken des Betroffenen in einer Situation, unterscheidet er oft nicht mehr zwischen realer und vorgestellter Gefahr. Sein rationales Denken wird ausgeschaltet und das emotionale Hirn übernimmt die Steuerung.

Miriam Rosenkranz –
Heilpraktikerin für Psychotherapie

Ungefähr 15% der deutschen Bevölkerung leidet im Laufe des Lebens an einer behandlungsbedürftigen Angststörung. Das betrifft etwa 12 Millionen Menschen!

Welche Arten von Angststörungen gibt es?

Generalisierte Angststörung:

Dabei handelt es sich um eine diffuse Angst, die das ganze Leben überschattet. Der Betroffene macht sich dauernd Sorgen um Gesundheit und Familie oder fürchtet eine baldige Katastrophe. Betroffene leiden tage- oder wochenlang unter ständiger Angst mit allen körperlichen Symptomen wie etwa Schwitzen, Unruhe oder Zittern.

Panikstörung:

Plötzliche Panikattacken äußern sich mit Herzrasen, Atemnot, Schwindel und anderen Symptomen, die jedoch keine körperliche Ursache haben. Sie können in verschiedenen Lebenssituationen auftreten, beispielsweise beim Einkaufen. Menschen mit einer Panikstörung haben das Gefühl, die Kontrolle über ihren Körper zu verlieren.

Phobien:

Betroffene mit dieser Angststörung fürchten bestimmte Dinge oder Situationen.
Wie z.B. soziale Phobien. Bei der sozialen Phobie handelt es sich um eine krankhafte Angst, in sozialen Situationen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Sozialphobische Menschen haben Angst, von anderen abgelehnt zu werden, den Erwartungen nicht zu entsprechen und sich zu blamieren.

Auf der anderen Seite gibt es die sogenannten spezifischen Phobien wie z.B.:

  • Angst vor Spinnen (Arachnophobie)
  • Angst vor Spritzen (Trypanophobie)
  • Höhenangst (Akrophobie)
  • Platzangst (Agoraphobie) die Angst vor weiten Plätzen
  • Raumangst (Klaustrophobie) Angst vor engen oder geschlossenen Räumen

Über die Wirksamkeit von Hypnotherapie bei Angststörungen

Es ist gut belegt, dass Hypnose eine wirksame Methode zur Behandlung verschiedener Angststörungen sein kann.

Bereits vor Jahrzehnten gaben verschiedene klinische Studien Anlass zur Hoffnung, dass Hypnose eine wichtige und erfolgreiche Methode gegen pathologische Ängste sein könnte. Einige dieser Studien waren die von Marks et al. (1968) und Melnick & Russell (1976) zu Phobien, Benson et al. (1978) zu generalisierter Angststörung und die von Spies (1979), Sapp (1991) und Zeyer et al. (1994) zum Thema Prüfungsangst. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass nicht alle Studien nach heutigen wissenschaftlichen Standards durchgeführt wurden.

Seitdem hat sich dies geändert, insbesondere mit der Studie von Erich Flammer im Jahr 2006, die die Wirksamkeit von Hypnotherapie bei Angststörungen nach aktuellen wissenschaftlichen Standards untersuchte.

Sein Fazit:
„Damit kann Hypnotherapie als wirksames bis hochwirksames Verfahren bei bestimmten Angststörungen gelten und zeigt sich im direkten Vergleich mit Verhaltenstherapie als genau so effektiv.“ (Quelle: Prof. Dr. Revenstorf, Dirk: „Wissenschaftliche Anerkennung der Hypnotherapie“, unter: dgh-hypnose.de/cms-files/wissenschaftliche-anerkennung-der-hypnotherapie-revenstorf-1.pdf (abgerufen am 17.03.2023)

Symptome von Angststörungen

Angststörungen können sich auf unterschiedliche Weise manifestieren und bei jedem Menschen anders ausfallen. Einige Menschen können beispielsweise unter körperlichen Symptomen wie Muskelverspannungen, Herzrasen oder Atemnot leiden, während andere unter übermäßiger Sorge und Unruhe oder plötzlichen Panikattacken leiden. Es ist wichtig zu verstehen, dass nicht jeder alle Symptome erlebt und dass die Symptome unterschiedlich ausgeprägt sein können.

Nachfolgend finden Sie die 4 häufigsten Symptome von Angststörungen.

  • Sorge und Unruhe

    Ständiges Grübeln und Sorgen über verschiedene Dinge im Leben, auch wenn es keine offensichtlichen Gründe dafür gibt.

  • Panikattacken

    Plötzliche und intensive Episoden von Angst, die von körperlichen Symptomen wie Herzklopfen, Schweißausbrüchen, Zittern und Atemnot begleitet sein können.

  • Vermeidungsverhalten

    Vermeidung von bestimmten Orten, Aktivitäten oder Situationen, die als bedrohlich oder gefährlich empfunden werden.

  • Körperliche Symptome

    Körperliche Beschwerden wie Muskelverspannungen, Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Magen-Darm-Probleme, die ohne offensichtliche medizinische Ursachen auftreten.

Zögern Sie nicht, einen persönlichen Termin zu vereinbaren.

Sie müssen sich nicht alleine mit Ihren psychischen Herausforderungen befassen. Sie dürfen sich dabei unterstützen lassen.