Zwangsstörungen, auch bekannt als OCD, sind eine psychische Erkrankung, die von wiederkehrenden und hartnäckigen Zwangsgedanken und -handlungen geprägt ist. Menschen mit Zwangsstörungen erleben oft unerwünschte Gedanken oder Bilder, die sie als unangemessen oder beunruhigend empfinden, sowie den Drang, bestimmte Handlungen immer wieder auszuführen, um diese Gedanken oder Bilder zu neutralisieren oder zu verhindern.
Die Symptome können sehr unterschiedlich sein, aber es gibt einige häufige Anzeichen, auf die man achten sollte. Zu den häufigsten Symptomen einer Zwangsstörung gehören obsessive Gedanken, die sich oft um ein bestimmtes Thema oder eine bestimmte Handlung drehen, sowie wiederkehrende Zwangshandlungen, die oft in einem bestimmten Muster oder Ritual ausgeführt werden. Diese Gedanken und Handlungen können sehr belastend sein und das tägliche Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen.
Nachfolgend finden Sie die 4 häufigsten Symptome von Zwangsstörungen.
Das sind unerwünschte, sich aufdrängende Gedanken oder Impulse, die Angst oder Unbehagen auslösen. Diese Gedanken können sich auf verschiedene Dinge wie Kontamination, sexuelle oder aggressive Handlungen, Ordnung und Symmetrie beziehen
Das sind repetitive Handlungen oder Rituale, die oft als Antwort auf Zwangsgedanken ausgeführt werden, um die Angst oder das Unbehagen zu reduzieren. Beispiele hierfür sind wiederholtes Händewaschen, Überprüfen, ob Türen verschlossen sind oder bestimmte Dinge in einer bestimmten Reihenfolge erledigen.
Menschen mit OCD können versuchen, bestimmte Dinge oder Situationen zu vermeiden, die ihre Zwangsgedanken oder -handlungen auslösen könnten. Dies kann dazu führen, dass sie ihr Leben einschränken, indem sie soziale Aktivitäten, Arbeit oder Schule vermeiden.
Manche Menschen mit OCD können obsessiv überprüfen, ob sie bestimmte Symptome oder Anzeichen von Krankheit aufweisen, wie zum Beispiel Kopfschmerzen oder Übelkeit. Sie können auch ständig überprüfen, ob sie bestimmte Handlungen richtig ausgeführt haben, wie zum Beispiel das Abschließen der Haustür oder das Ausschalten des Herds.
Der Zwang entwickelt sich meist im Zusammenhang mit der größten Angst, die ein Betroffener hat. Wer zum Beispiel befürchtet, durch Fahrlässigkeit einen schweren Fehler zu begehen, ist anfällig für einen Kontrollzwang, wer Angst hat, sich mit einer Krankheit zu infizieren, wird zu einem Waschzwang neigen. Durch die Ausübung der Zwänge versucht der Betroffene, Ängste zu lindern und ein Sicherheitsgefühl herzustellen. Der Zwang gibt ihm Halt im Leben.
Ängste sind bei Menschen, die an Zwangsstörungen leiden, sehr stark vorhanden – sie neigen zu Katastrophendenken (Ein Beispiel für eine Zwangsstörung, die sich als Katastrophendenken äußert: “Wenn ich die Wohnungstür nicht richtig abgeschlossen habe, wird bestimmt eingebrochen und alles gestohlen, ich stehe dann vor dem Nichts und mein Leben ist vorbei!”).
Sie müssen sich nicht alleine mit Ihren psychischen Herausforderungen befassen. Sie dürfen sich dabei unterstützen lassen.
Miriam Rosenkranz
Heilpraktikerin für Psychotherapie
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